User-Frage: Günstigere Einfuhrabgaben bei Totalschäden?

16.10.2009 09:35von: Malte Waldow

flickr aresauburn mustang unfall Hab gerade mal wieder eine Frage von einem User erhalten, die auch für andere interessant sein könnte:

Wenn ich ein Fahrzeug in den USA finde, was einen Schaden hat (auf dem Papier ein Totalschaden und es sieht auch so aus für den Zollbeamten), muss ich dann genau soviel Einfuhrsteuer etc. zahlen als wenn es ein fahrbereites Fahrzeug wäre?

Meine Antwort:
Sie könnten Geld sparen, wenn der Wagen „zerlegt“ transportiert wird, also Motor/Getriebe raus, Türen/Hauben abgebaut. Genaueres erfahren Sie nur beim örtlichen Zoll. Die sind immer sehr hilfsbereit. Zumindest bei mir. ;-)

Ich hab das bisher nicht gemacht und kenne auch niemanden, der „Teileträger“ rübergeholt hat. Theoretisch müßten Sie so um die „Pauschalverzollung“ von 10% für PKW und 22% für Pickups herumkommen und Zoll-Sätze zwischen 2,5 bis 4,5% bezahlen. Ob die ca. 6-7% Einsparung (bei PKWs) die Kosten der Zerlegung und des Wiederaufbaus aufwiegen, kann ich nicht beantworten. Bei Pickups sicherlich. Die Einfuhrumsatzsteuer von 19% ist natürlich trotzdem zu zahlen. Es sei denn, es ist ein Oldtimer (älter 30 Jahre), den kann man über Rotterdam auch als „ganzes“ günstiger rüberholen.

Oder zielte die Frage auf den Fahrzeug-/Zollwert ab? Wenn es ein „Totalschaden“ ist, kann man am Preis auf dem Kaufvertrag sicherlich noch etwas (nach unten) drehen, ohne das es dem Zoll auffällt, aber das ist Steuerhinterziehung und kann richtig teuer werden. ;-)