Meine erste Zulassung in den USA

03.12.2007 23:30von: Malte Waldow

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Heute ging es morgens in den Shop, um den El Camino anzuschauen, den ich ueber Ebay gekauft hatte. Eine komplette Fotostrecke stelle ich noch separat online. Dann sind wir zur Zulassungsstelle (DMV) gefahren und haben das Auto zugelassen. Es gab aber erstmal nur eine 3 Monate gueltige Plakette, da der Vorbesitzer den Wagen wohl schon im September verkauft hatte und der Anbieter auf Ebay den Wagen nach 2 erfolglosen Versuchen an mich weiterverkauft hatte, ohne sich in die Papiere einzutragen. Nun muss der Vorbesitzer dazu Stellnung nehmen. Ausserdem fehlt noch ein Abgastest, der innerhalb der 3 Monate beigebracht werden muss. Wie man sieht, sind die Gebuehren fuer die Zulassung hier etwas hoeher als bei uns.

Auch bei der Versicherung ist Amerika teurer. Der Versicherungsmakler bekam gut 200$ Abschlussprovision und dann 30$/Monat fuer eine normale Haftpflichtversicherung, zu bezahlen im voraus fuer 3 Monate. Find ich ganz schoen happig, allerdings kosten danach weitere Fahrzeuge nur 5-10$ mehr im Monat, zzgl. einer einmaligen Gebuehr von 35$ je Fahrzeugwechsel. Wenn man danach seine Raten nicht regelmaessig bezahlt, verfaellt der Vertrag und man darf wieder neue Abschlussgebuehren bezahlen.

Am Nachmittag haben wir uns dann einen 66er Mustang angeschaut. Hier die Zusammenfassung der Beschreibung: „289V8. Automatic. Body is straight. No rust. Paint and Interior are wheatered and need attention. Have no time to restore. Had 2000$ worth of work done on the car. Converted front to stainless steel disk brakes. Has dual stereos in custom middle console, with speakers in the trunk“. Preis 6000$. Die Fotos sahen vielversprechend aus.

Und nun die Wirklichkeit: Der Wagen stand in einer sauberen Wohngegend in einer schoenen Garage in die Ecke gequetscht. Die Fotos waren wohl schon ein paar Jahre alt. Keine Batterie. Keine Auskunft darueber, ob der Motor laeuft, oder die Automatic schaltet. Der Rahmen war gerade, aber kein Rost? Der Mann ist Mitte 30 und sieht nicht so aus, als wenn er blind waere. Die Tueren sind unten durchgerostet und bluehen froehlich vor sich hin. Die A-Saeule zeigt Veraenderungen, also sind die Cowl-Vents auch hin. Das heisst: Komplett zerlegen, Rost bekaempfen, versiegeln und neu Aufbauen. Er habe den Wagen von seinem Vater in der Highschool bekommen, ist also schon gut 20 Jahre in seinem Besitz. Damals bekam er eine neue Lackierung, mit Klarlack, der heute komplett hin ist. Alle Chromteile sind hin, die Innenausstattung komplett im Eimer. Der Himmel fehlt. Die Mittelkonsole ist selbstgebastelt und hat 2 Radios drinne. Wofuer? Keine Ahnung. Die Reifen sind alt und an den Flanken zerfetzt, da sie viel zu breit sind fuer die Radkaesten. Die angeblich aus rostfreiem Stahl bestehenden Scheibenbremsen vorne rosten fleissig vor sich hin, sind nicht zu Ende eingebaut und weder ein Control-Valve noch ein Bremskraftverstaerker wurden verbaut. Die 2000$ Arbeitslohn hat er wohl fuer ein anderes Auto bezahlt. Fazit: Gute Basis fuer eine Vollrestauration. Realistischer Preis: 2500$. Marktpreis in Californien aktuell etwa 4000$. So oder so: Nur etwas fuer jemanden mit viel Zeit und Geld.