Letzter nutzbarer Tag in Californien

08.12.2007 23:30von: Malte Waldow

Der letzte Tag begann nochmal mit Arbeit. Für einen Kunden von Klaus aus Australien ging es mal eben am Samstagmorgen nach Nord-L.A. Gestartet zu nachtschlafender Zeit, gab es unterwegs nur einen kleinen Stau, da sich die Fahrbahn abgesenkt hatte und von den 6 Spuren in eine Richtung nur noch eine offen war. Die Folge: 30 Minuten Stillstand. Hier entstand auch das Foto vom freundlichen Handwerker, der sich mal eben einen Dachgepäckträger selbst gedengelt hat!

Nach 3 Stunden kamen wir an. Es erwartete uns ein 67er Mustang Coupé (Shelby Clone) in weiß mit blauen Streifen und hellblauer Innenausstattung den der Australier über Ebay für 12.500$ gekauft hatte. Fotos darf ich nicht online stellen, aber das die Innenausstattung nur auf den Fotos gut aussah, unterm Instrumentenbrett eine Bombe eingeschlagen haben musste und die Heckscheibendichtung undicht und damit der Kofferraum nass war (es hatte in der Nacht geregnet) waren eher Kleinigkeiten. Angeblich wurde der Wagen für über 30.000$ neu aufgebaut und frisch lackiert.

Das die Streifen nicht ganz gerade drauf waren, wunderte mich schon gar nicht mehr, weil wohl alle Lackierer in den USA es mit der Geometrie nicht so genau nehmen. Warum dann der neu gemachte Motor extrem unrund lief, keinen Öldruck hatte und lautstark klapperte, konnte uns der Noch-Besitzer auch nicht erklären, es läge wohl am Vorführeffekt. Komisch auch, dass überall am angeblich Originalen-Motor die „Smog-Leitungen“ abgeklemmt waren, denn die alten Motoren haben solche Leitungen an jedem Krümmerausgang nicht!? Nach einigen Übersee-Telefonaten wurde dann die geforderte Anzahlung trotzdem gezahlt und der Wagen verläßt wohl noch in diesem Jahr das Land Richtung „down-under“. Ich hätte ihn zu dem Preis mit den Motorproblemen nicht genommen.

Nach gut 2,5 Stunden Rückfahrt, ohne Stau, ging es dann noch zum Einkaufen: Klamotten und Mitbringsel standen auf dem Zettel. Da war der Tag dann mit Koffer packen und nochmal Essen gehen auch schon vorbei. Und somit endet mein kleines Reisetagebuch, da es morgen Richtung Heimat geht.