Ersatzteile

Ersatzteile für US-Cars und Oldtimer

Ein wichtiger Punkt, den man beim Kauf eines US-Oldtimer beachten sollte, ist die Ersatzteil-Situation. Was nützt das tollste Schnäppchen, wenn die benötigten Ersatzteile in Deutschland nicht zu bekommen sind. Natürlich kann man die meisten Teile in den USA problemlos bestellen, aber die Transportkosten übersteigen da schnell den Ersatzteilpreis und wenn am Freitag was kaputt geht, kann man nicht am Wochenende einen Ausflug machen.

Wo gibt´s in Deutschland Ersatzteile für US-Cars/Oldtimer?

Es gibt da eine Reihe von Teilehändlern, die die gängisten Verschleißteile auf Lager haben. Meine erste Empfehlung ist immer der US-Speedshop (www.usspeed.de) die zwar keinen Online-Shop haben, aber eine kompetente telefonische Beratung und faire Preise haben. Zweiter Anlaufpunkt für mich ist KTS American Parts (www.kts.de) mit einem sehr guten Online-Shop. Was ich dort nicht mag, sind die ewigen Rabatt-Aktionen, á la Praktiker, wo man immer das Gefühl hat, man wird über den Tisch gezogen, wenn man zum „Normalpreis“ einkauft. Nicht das ich falsch verstanden werden: Der Service ist OK und die Preise auch. Meine dritte Station ist dann Motoso (www.motoso.de), wo verschiedene Händler ihre Bestände gelistet haben.

Sollten alle drei nichts auf Lager haben, probiere ich noch: Mike & Franks (www.mnf.de), Weindel (www.weindel-us-teile.de), Cars & Stripes (www.cars-stripes.com) und Pika (www.pika.de).

Sollten auch diese Händler nichts auf Lager haben, bleibt, vor der Bestellung in den USA, noch der Blick in die größten deutschsprachigen US-Car-Foren: AMI-Forum, Dr-Mustang, Bandit Online oder eben Motor-Talk.

Und wenn die Ersatzteile doch nur in den USA zu haben sind?

Stellt sich zuerst die Frage, ob man in Besitz einer Kreditkarte ist (am besten Mastercard oder Visa) und des englischen mächtig. Wenn beide Fragen mit „Ja“ beantwortet wurden, kann man sich schonmal auf die Suche nach passenden Online-Shops in den USA machen. Wer dann sich auch noch traut in den USA anzurufen und die gängisten Teilenamen kennt, den hält nur noch das Kreditkarten-Limit auf.

Muss man eine der beiden Fragen mit „Nein“ beantworten, bleibt nur die Möglichkeit jemanden zu suchen, der einen bei der Bestellung unterstützt, oder in den sauren Apfel beißen und zu Ladenpreisen beim Teilehändler der Wahl eine Sonderbestellung aufzugeben.

Was für Fallstricke gibt es bei einer US-Ersatzteilbestellung?

Zum einen gibt es viele Händler, die Teile nicht ins Ausland verschicken, da es ihnen zu aufwändig ist, Versandkosten-Angebote einzuholen und die höheren Kreditkarten-Gebühren den eigenen Gewinn schmälern. Auch gibt es zu beachten, dass der Versand von größeren Teilen (Länger als 1,20m) und Sperrgut (Länger als 1,60m) um ein vielfaches teurer wird, als ein „normales Post-Paket“ mit bis zu 30kg. Da können die reinen Versandkosten schonmal die 3.000 Euro-Grenze sprengen, wobei die Teile ggf. nur die Hälfte davon kosten. Also: IMMER EINE SHIPPING-QUOTE ANFORDERN !!!

Bestellungen unter 300 US$ lohnen sich meist nicht, wegen des hohen Versandkosten-Anteils. Eine Alternative bei Einzelteilen ist die Suche auf Ebaymotors. Ein Patent-Rezept gibt es leider nicht.

Man darf auch nicht vergessen, dass später noch Zoll (durchschnittlich 4,5% bei Auto-Teilen) auf die Summe aus Teile- und Transportpreis berechnet werden und obendrauf nochmal die Einfuhrumsatzsteuer von 19%. Hab ich schon erwähnt, dass zusätzlich Abwicklungsgebühren für die Verzollung anfallen können, mit denen keiner gerechnet hat (z.B. nimmt FedEx dafür 10 Euro extra).