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Reisetagebuch
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8. Dezember 2007
Jens Wilde
Der letzte Tag begann nochmal mit Arbeit. Für einen Kunden von Klaus aus Australien ging es mal eben am Samstagmorgen nach Nord-L.A. Gestartet zu nachtschlafender Zeit, gab es unterwegs nur einen kleinen Stau, da sich die Fahrbahn abgesenkt hatte und von den 6 Spuren in eine Richtung nur noch eine offen war. Die Folge: 30 Minuten Stillstand. Hier entstand auch das Foto vom freundlichen Handwerker, der sich mal eben einen Dachgepäckträger selbst gedengelt hat!
Nach 3 Stunden kamen wir an. Es erwartete uns ein 67er Mustang Coupé (Shelby Clone) in weiß mit blauen Streifen und hellblauer Innenausstattung den der Australier über Ebay für 12.500$ gekauft hatte. Fotos darf ich nicht online stellen, aber das die Innenausstattung nur auf den Fotos gut aussah, unterm Instrumentenbrett eine Bombe eingeschlagen haben musste und die Heckscheibendichtung undicht und damit der Kofferraum nass war (es hatte in der Nacht geregnet) waren eher Kleinigkeiten. Angeblich wurde der Wagen für über 30.000$ neu aufgebaut und frisch lackiert. (weiterlesen …)
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7. Dezember 2007
Jens Wilde
Ich konnte meinen Augen kaum trauen, aber als wir heute zum dritten Mal bei dem Felgenladen in “El Cajon” aufgeschlagen sind, bot sich mir ein Bild, dass jedem Berufsgenossenschaft-Kontrolleur die Tränen in die Augen treiben und aus Arbeitssicherheitsgründen zur umgehenden Stillegung des Ladens führen würde.
Abgesehen davon habe ich die Felgen für meinen Kunden besorgen können, incl. Lochkreisadapter. Und? Wie hätten Sie entschieden? Ich finde die Dinger passen prima zu einem 1969er Lincoln Continental. Fotos folgen dann ich ein paar Wochen. Und sie paßten sogar noch in einen 05er Chrysler 300C, mit dem wir unterwegs waren. Im Kofferraum war allerdings bei zwei Rädern Schluß.
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6. Dezember 2007
Jens Wilde
Wie schon berichtet, gab es mit den Felgen, die ich für einen Kunden besorgen sollte, reichlich Probleme. Abgesehen davon das sie nicht passten, mußte ich feststellen, dass sich bei einer Größenänderung auch automatisch die Proportionen ändern. Eine Felge die in 18 Zoll super aussieht, kann in 20 oder 22 Zoll unmöglich aussehen. Da die Bilder der Felgen in den Katalogen meistens für verschiedene Größen abgebildet werden, bekommt man also meist nicht das, was man sich ausgesucht hat. Fazit: Nur wenn das Foto in der gewünschten Felgengröße vorliegt, sollte man sich auf das Design festlegen, aber am besten man schaut sich die Dinger in Natura an und entscheidet, was “paßt”.
Hier nun einige Alternativ-Felgen, die ich bei einem Laden an der mexikanischen Grenze gefunden habe.
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5. Dezember 2007
Jens Wilde
Um 8.00 Uhr ging es zum Anschauen eines 6-Zylinder-Mustang-Coupe, mit 1-in-2-Auspuffanlage. Ein schoenes Auto in hellgruen (“seafoam-green”) mit toller Innenausstattung. Der Sound war wirklich super. Da kann man auf einen V8 fast verzichten. Dokumentierte Restauration. Ein ehrliches Auto. Preis mit 12.000$ aber viel zu hoch. Mal sehen, wieviel sich am Preis noch machen laesst.
Anschliessend ging es im Tiefflug (dank Radar-Warngeraet) nach Long Beach (L.A.) zum Felgenhaendler mit dem ich seit Wochen ueber einen Satz 20”-Felgen verhandle. Der zustaendige Verkaeufer war natuerlich trotz vorheriger Terminvereinbarung nicht da, genausowenig wie die Felgen, die ich mir erstmal anschauen wollte. Ein Kollege uebernahm den Vorgang und stellte fest, dass mir die falschen Abmessungen (Backspace) mitgeteilt wurden. Die Felgen, die wir eigentlich braeuchten, haben eine Lieferzeit von mindestens 4 Wochen, eher 6. An dieser Stelle stand ich bei 2 anderen Haendlern schon vorher. So eine Schei***. Aber das scheint hier normal zu sein. Kaum einer der Verkaeufer kennt sich in seinem Job gut aus, da es keine Ausbildungsberufe gibt und alles mit “learning-by-doing” abgewickelt wird. Daher wundere ich mich auch nicht mehr ueber die vielen Teile-Falschlieferung der letzten Jahre. Ich bin nur froh, dass ich die Felgen nicht blind bestellt hab, sonst haette ich jetzt Felgen fuer 2500 Euro bei mir liegen, die der Kunde nicht gebrauchen kann und ich auch nicht. (weiterlesen …)
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4. Dezember 2007
Jens Wilde
Der Zustand der Karosserie und des Lacks ist wirklich gut. Lediglich die Innenausstattung ist hin, bedingt durch die Hitze und Gebrauch. Technisch sind nur Verschleissteile zu tauschen, incl. Stossdaempfer, Lenkungsteile, Gummibuchsen, etc. Er braucht neue Reifen, eine neue Frontscheibe (Risse und Streifen durch kaputte Scheibenwischer) und hat die El Camino-Krankheit im 1. Stadium: Die Heckscheibe ist undicht. Daher auch das Wasser unter dem Beifahrersitz. Aber noch keine Durchrostungen, wie sich nach dem entfernen des Teppichs herausstellte. Der Tacho ist wohl schon mindestens einmal rum und steht aktuell auf 4700 Meilen, der Motor braucht demzufolge ein wenig Zuwendung laeuft aber befriedigend. Mal sehen, ob ihm ein kleiner “Tune-Up” (Oelwechsel, Verteilerkappe, Finger, Zuendkerzen, Luftfilter, etc.) schmeckt.
Anschliessend hab ich den Innenraum zerlegt, den Teppich rausgerissen und die Schafsfelle von den Sitzen genommen. Das wird mal ein schoenes Auto fuer meine Besuche in den USA und irgendwann mal hole ich ihn dann rueber. Ich bin sehr zufrieden und freue mich drauf, wie er fertig aussieht, wenn ich das naechste Mal herfliege.
Ausserdem waren wir heute noch bei einem Felgen-Laden bei San Diego, um fuer einen Kundenauftrag nach Alternativen zu Suchen, falls die ausgesuchten Felgen bei einem Laden in L.A. doch nicht so toll sind, wie auf den Fotos.
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