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Reisetagebuch

Mein Mietwagen diesmal: 2010 Dodge Charger SXT

12. März 2010 - 11:31 Uhr Jens Wilde

Mein Mietwagen: 2010 Dodge Charger SXT (3,5l-V6)Ich hab lange überlegt, ob ich Mustang, Camaro oder Charger nehmen soll. Meine Wahl viel – obwohl ich ja eigentlich ein „Chevy-Guy“ bin – auf den Charger. Nicht nur, dass der Preis OK war und als Fullsize-4-Türer eigentlich viel zu groß für eine Person ist, ich wollte sehen, was die Zusammenarbeit mit Mercedes vielleicht bewirkt haben könnte. Um es vorweg zu nehmen: Einiges.

Ich erwartete ein eher „billiges“ Auto, denn der Charger in dieser Ausstattungsvariante ist mit ca. 27.000$ Listenpreis ein eher günstiges Auto. Ich bin die 3,5l-V6-Variante gefahren. Nennleistung bei ca. 250PS. Gebraucht – 2 Jahre alt – ist er schon für 16-17.000$ zu haben. Ich durfte mir den Wagen in der Vermietstation selbst aussuchen. :-) (mehr…)

Buchtipps, Reisetagebuch

Buchtipp: Stars und Stripes und Streifenhörnchen – Unsere Jahre in Amerika

9. März 2010 - 20:01 Uhr Jens Wilde

Malik Verlag: Stars und Stripes und Streifenhörnchen: Unsere Jahre in Amerika (ISBN: 3-8902-9350-6)Das Schöne an langen Flügen ist, dass man Zeit zum Lesen hat. Was liegt also näher, als sich mit den Eigenheiten der Amerikaner zu beschäftigen, wenn man auf dem Weg dorthin ist…

Mir ist schon vor geraumer Zeit dieses Buch empfohlen worden und diese Empfehlung möchte ich weitergeben. Michael Streck, Stern-Autor und USA-Kenner, berichtet über sieben amerikanische Jahre mit seiner Familie, beginnend kurz vor 9/11. Das Abeuteuer startet mit der Wohnungssuche in New York und der Art wie Handwerker ihren Dienst verrichten. Dann kommen viele, viele weitere Eigenheiten des Alltags zu Tage. Echt lustig.

Ich kann die Eindrücke aus meinen persönlichen Erfahrungen der letzten Jahre voll bestätigen. Wer nach der Lektüre des Buches immer noch glaubt, Amerika wäre das gelobte Land: Der ist qualifiziert für die Teilnahme an den “Auswanderer-Dokus”. ;)

Wertung: Ein “must-read-book” für USA-Interessierte.
Preis: 19.90 Euro
ISBN: 3-8902-9350-6
» Link zu Amazon: Stars und Stripes und Streifenhörnchen: Unsere Jahre in Amerika

Aktuelle News

Mein neuer Service: US-Ersatzteile-Import im Auftrag

7. März 2010 - 00:53 Uhr Jens Wilde

Ich habe eine neue Firma gegründet, die sich mit dem Auftragsimport von Gütern aus aller Welt beschäftigen wird, mit Schwerpunkt USA. Der Name: Big Parts Germany.

Im zugehörigen Online-Shop werde ich Kleinteile, Werkzeuge, Magazine, “Spielzeug-Artikel”, etc. anbieten, die es in der Form in Deutschland/Europa nicht, oder nur schwer/teuer zu kaufen gibt. Ein kleines, aber feines Sortiment, was ich in den nächsten Monaten aufbauen und kontinuierlich erweitern werde. Ein erstes Produkt ist das FUEL Magazine aus Australien.

Ihr sucht etwas, was es in Deutschland/Europa nicht gibt? Schickt mir einfach eine E-Mail und ich schaue, ob ich es ins Sortiment mit aufnehmen kann!

Parallel dazu werde ich anbiete, Groß- und Sammelbestellungen im Auftrag durchzuführen. Durch meine guten Versandkonditionen und die Zusammenfassung von Einzellieferungen durch einen Partner in Florida, sollte sich – trotz der Berechnung meiner Dienstleistung – eine Einsparung von mind. 20% bei den Versandkosten erreichen lassen. Weitere Details zu dieser Dienstleistung, werde ich in den nächsten Wochen online stellen, sobald die Verträge mit meinem Partner in Florida unter Dach und Fach sind.

Aktuelle News, Reisetagebuch

Endlich wieder USA: Florida! Das war, was mir gefehlt hat.

6. März 2010 - 17:18 Uhr Jens Wilde

Ich muss zugeben, dass meine Motivation neue Artikel zu schreiben in den letzten Monaten nicht existent war. In erster Linie, weil es mit der Restauration meiner Autos nicht voran ging und durch meinen Weggang von der AUTO BILD und den damit verbundenen “Umstellungen”. Zum anderen auch, weil mein letzter Besuch in den USA im Dezember 2007 letztendlich sehr unerfreulich war. Mir fehlte eine Perspektive, wie und ob es beim Thema Import-Informationen weitergehen soll.

Die gute Nachricht: Es geht weiter.

Mehr dazu in den nächsten Wochen und Monaten an dieser Stelle. Soviel schonmal vorab: Ich plane eine Übersicht der Importeure am Markt und bitte schon jetzt um Eure Mithilfe beim Aufbau. Auch experimentiere ich bereits seit einiger Zeit mit der Aggregation von interessanten US-Fahrzeugangeboten: www.rides247.com

Die “schlechte Nachricht”:

Ich werde auch weiterhin keine Fahrzeugimporte mehr anbieten, da ich einen starken Interessenkonflikt drin sehe, über das Thema objektiv zu berichten, um dann die Aufträge abzugreifen. Ich werde zukünftig über Angebote von Importeuren informieren, Firmenvorstellungen machen und relevante Dienstleister in Europa und den USA empfehlen.

STAY TUNED!!!

PS: Hab dummerweise meine Kamera vergessen und werde meine Reiseberichte die nächsten Tage “nachtragen”.

Import-Tipps

User-Frage: Warum braucht ein über Holland importiertes Fahrzeug im Zielland nicht nochmals verzollt werden?

3. Februar 2010 - 09:15 Uhr Jens Wilde

Zollfahrzeug Holland - Flickr - (c) colargol87Lange Zeit konnte ich diese Frage auch nicht final beantworten. Nun hat aber ein User dieser Seite (Danke Herr K.) sich die Mühe gemacht dies zu recherchieren, da dass über Holland nach Frankreich eingeführte Fahrzeug nachverzollt werden sollte. Die rechtliche Situation ist für jedes EU-Mitgliedsland jedoch identisch. Hurra, endlich ein handfester Vorteil der Europäischen Union!

Herr K. hatte die französische Botschaft in Berlin angeschrieben und folgende Antwort erhalten:

… das zuständige Fachreferat der frz. Zollgeneraldirektion hat uns mitgeteilt, dass Sie die Einfuhrumsatzsteuer tatsächlich nicht in Frankreich entrichten müssen, da das Fahrzeug gebraucht ist und in Holland in den freien Verkehrt überführt wurde.

Eigentlich brauchen Sie keine Förmlichkeiten beim französischen Zollamt durchzuführen (das Formular 846A brauchen Sie nicht). Bevor Sie die Zulassung des Fahrzeuges bei der Prefecture beantragen, brauchen Sie nur zum örtlich zuständigen Finanzamt zu gehen, um von dort einen s.g. Quittus fiscal zu erhalten.

Folgendes hatte er im Vorwege noch recherchiert:

Nach Auskunft des europäischen Parlaments kann ich mir aussuchen über welches europäische Land ich waren in die EU importiere. Der Einfuhrzoll sowie die Einfuhrumsatzsteuer wird beim Eintritt in die EU-Zone nach dem Recht des Eintrittslandes entrichtet.

Rechtliche Grundlage ist demnach der “Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union” und hier Art. 28 (I), sowie Art. 30 ff und Art. XXIV des GATT.

Eine kleine Ergänzung von mir: Die “Quittus fiscal” = Zollbescheinigung wird auf Basis der EU-weit einheitlichen “ATLAS“-Vorgangsnummer erstellt. In Deutschland braucht man so eine zusätzliche Bescheinigung in der Regel nicht, da die holländischen Papiere quasi “sprechend” sind. Zumindest hat bei mir die Zulassungsstelle nie nach einer Übersetzung gefragt. Wer hat hier ähnliche, oder auch andere Erfahrungen gemacht?

Import-Tipps

User-Frage: Warum zahlt man in Holland bei Oldtimern weniger Einfuhrabgaben?

26. Januar 2010 - 20:10 Uhr Jens Wilde

Hafen Rotterdam - Flickr - (c) HelmFast täglich bekomme ich eine Anfrage in dieser Art, weil die Leute es einfach nicht glauben können. Die Regelung, dass man für ein mindestens 30 Jahre altes Auto keinen(!) Zoll und nur einen verminderten Einfuhrumsatzsteuersatz (in Holland 6%) bezahlen muss, gibt es auch in Deutschland. “Lediglich” die Kriterien werden unterschiedlich strikt definiert!

Ist es in Deutschland fast unmöglich die Vorgaben zu erfüllen (”historisches Kulturgut”, nur noch wenige Fahrzeuge vorhanden, nachvollziehbare Historie und Gutachten über die Einzigartigkeit), gab es in Holland bisher nur die Regel, dass der Wagen 30 Jahre alt sein muss.

Zum 1.1.2010 wurde die Regelung nun “verschärft”, sodass “nur noch” originalgetreue Fahrzeuge unter diese Regelung fallen. Also Replikas, Hot Rods und Customs, können nun nicht mehr “einfach so” auf dieser Regelung zurückgreifen. Wer sich also für kleines Geld noch “mal eben” einen Wagen mit Chop-Top besorgen wollte, oder eine Replika auf Basis einer VW Käfer-Bodengruppe, dürfte jetzt Probleme bekommen. Aber nur, wenn es eine Zollbeschau des Containers gibt! Man hat wohl also noch eine Chance von 1:10. Das Risiko ist also noch überschaubar.

Aktuelle News, Import-Tipps

Achtung: Verschärfung der Oldtimer-Import-Regelung über Rotterdam zum 1.1.2010

12. Januar 2010 - 15:20 Uhr Jens Wilde

So ein Umbau geht zukünftig nicht mehr als Oldtimer in Holland durch.Es war lange im Gespräch. JETZT IST ES SOWEIT: Der Oldtimer-Import über Rotterdam wird schwieriger!

Wie mir mein Kontakt in Holland heute mitteilte, wurde die Regelung zur Anerkennung des Oldtimer-Status eines Fahrzeuges erheblich verschärft. Ab sofort werden nur noch Fahrzeuge akzeptiert, die im “Originalzustand” sind! Das heißt konkret: Keine Hot-Rods! Keine Kit-Cars! Keine Custom-Cars! Keine Replikas! Keine umgebauten Muscle-Cars!

Wer also ein Fahrzeug im Originalzustand rüberholt, ob restauriert oder nicht, kann also weiterhin auf die 0%-Zoll und 6%-Einfuhrumsatzsteuer-Regelung hoffen. Einen Anspruch gibt es aber nicht. Der Zollbeamte entscheidet, was er als “original” anerkennt.

Aktuelle News, Import-Tipps

User-Frage: Wann ist ein Oldtimer ein Oldtimer?

28. Oktober 2009 - 12:42 Uhr Jens Wilde

200712_californien_0171 Wenn er älter ist als 30 Jahre. Nur ab wann werden die 30 Jahre gerechnet? Ist also ein Auto mit Produktionsdatum 09/1979 bereits jetzt ein Oldtimer? JA. Aber…

… es muss nachweisbar sein, wann das Auto tatsächlich produziert wurde. Viele US-Fahrzeuge haben “Cowl-Tags” (Schild an der Spritzwand im Motorraum) oder “Door-Tags” (z.B. Ford Mustang beim Schloßträger der Fahrertür) auf denen das Produktionsdatum codiert verzeichnet ist. Ob diese Daten durch den Zoll, den TÜV und die Zulassungsstelle akzeptiert werden, ist jedoch nicht wirklich sicher. Bei meinem El Camino (siehe Foto des Title), könnte es da auch noch Probleme geben.

Ich habe auch schon einen Fall gehabt, wo ein Auto nachweislich Mitte November 1968 produziert wurde, damit zum Modelljahr des nächsten Jahres gehört (die Amerikaner starteten mit dem neuen Modelljahr meist im Oktober), wo im US-Title dadurch das Modelljahr, also 1969, bei “build year” stand, aber bei “first sold” 1968. Das haben die Behörden nicht akzeptiert, sondern das Modelljahr genommen und durch die Vereinfachungsregel das Datum der Erstzulassung auf 01.07.1969 gesetzt. Das war besonders ärgerlich, da ab 01.07.1969 eine AU benötigt wird.

Tipp: Wer so einen “engen” Fall hat: Bitte unbedingt vor der Verschiffung(!) mit dem Spediteur klären, ob es bei der Zollabwicklung zu Problemen kommen kann und mit dem TÜV-Prüfer des Vertrauens klären, ob er das Produktionsdatum als Erstzulassungsdatum akzeptiert. Ansonsten könnte sich die H-Zulassung im ungünstigsten Fall um 6-9 Monate verzögern!

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